Grundlagen

Die FwDV 8 (Tauchen, Ausgabe 2014) regelt das Tauchen von Feuerwehrtauchern mit autonomen und schlauchversorgten Leichttauchgeräten. Sie definiert Ausrüstungsanforderungen, Tauchstufen und Einsatzgrundsätze. Die Tauchausrüstung der Feuerwehr ist auf die besonderen Anforderungen des Einsatztauchens – oft in schlechter Sicht, mit Strömung und Trümmern – ausgerichtet.

Tauchstufen nach FwDV 8 (Kap. 1.2)

Stufe Einsatzbereich Max. Tiefe Besonderheit

Stufe 1 Rettung/Bergung ohne technische Maßn1a0h mmen; ruhiges GEeinwsätisesgesrstufe Stufe 2 Rettung/Bergung mit einfachen technisch2e0n m Maßnahmen E(Snetsilper,i cShct harlateurb Sentu, fMe e1i ß(FewlnD)V 8/1986) Stufe 3 Technische Maßnahmen mit ZusatzausrüSsittuuantgio unnsda bAhuäsnbgiHlidgöucnhgste Stufe

Grundausrüstung (FwDV 8)

Die Grundausrüstung des Feuerwehrtauchers besteht aus Leichttauchgerät (nach DIN EN 250),

Schutzanzug und persönlicher Ausrüstung:

  • Leichttauchgerät (Kreislauftauchgerät oder Presslufttauchgerät): Pressluftflasche, Atemregler,

Tarierjacket (BC/Jacket)

  • Trockentauchanzug: Schützt vor Unterkühlung; Pflicht in deutschen Gewässern (Wassertemperatur

<10 °C)

  • Signalleine (Tauchleine): Verbindung zwischen Taucher und Signalmann
  • Messersystem: Zum Befreien aus Leinen und Netzen
  • Tauchmaske mit Sichtscheibe
  • Tariersystem/BC: Auftriebsregelung
  • Bleigurt/-system: Auftriebsausgleich
  • Flossen
  • Unterwassertaschenlampe

Anforderungen an Feuerwehrtaucher (FwDV 8, Kap. 2)

  • Mindestalter 18 Jahre
  • Truppmannausbildung Teil 1 abgeschlossen
  • Deutsches Rettungsschwimmabzeichen in Silber
  • Körperliche Eignung nach Vorschriften für Arbeiten unter Überdruck (jährliche Nachuntersuchung)
  • Erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zum Feuerwehrtaucher
  • Regelmäßige Fortbildung und Wiederholungsübungen
  • Zum Einsatzzeitpunkt gesund
  • Kein Bart im Dichtrahmenbereic der Vollmaske
Merke: Jährliche Nachuntersuchung für Tauchertauglichkeit ist Pflicht – auch nach jedem Tauchunfall oder -zwischenfall mit gesundheitlichen Störungen.

Fortbildung (FwDV 8, Kap. 5.7)

  • Stufe 1 und 2: Mindestens 10 Übungs-/Einsatztauchgänge pro 12 Monate (je mind. 20 Min.)
  • Stufe 3 und Lehrtaucher: Mindestens 15 Tauchgänge pro 12 Monate
  • Jährliche Unterrichtung über FwDV 8 (schriftlicher Nachweis)
  • Bei Unterschreitung: Berechtigung zum Taucheinsatz ruht

Instandhaltung (FwDV 8, Kap. 7)

  • Monatliche Kontrollen: Funktionsprüfung, Sichtprüfung, Druckprüfung
  • Halbjährliche Wartung: Fachbetrieb für Druckregler und Atemgerät
  • Jährliche Prüfung Druckbehälter
  • Gerätenachweis führen (FwDV 8, Kap. 8.2)

Rechtsgrundlagen

  • FwDV 8 – Tauchen, Ausgabe 2014
  • UVV Feuerwehren (GUV-V C53)
  • Druckluftverordnung für Druckbehälterprüfung
  • DIN EN 250 – Leichttauchgeräte

Quellenangaben

Datei: FwDV 8 – Tauchen, Ausgabe 2014

Kapitel 1.2 (Tauchstufen), Kapitel 2 (Anforderungen), Kapitel 5.7 (Fortbildung), Kapitel 7 (Instandhaltung)

Teilweise ergänzt durch allgemeine Ausbildungsinhalte und Fachwissen (Ausrüstungskomponenten).