Grundlagen

[Ergänzt durch allgemeine Ausbildungsinhalte:] Steigleitungen und Wandhydranten sind fest installierte Löschwasserversorgungssysteme in Gebäuden. Sie ermöglichen der Feuerwehr die Löschwasserversorgung in oberen Stockwerken, ohne lange Schlauchleitungen vom Fahrzeug bis zum Brandort legen zu müssen. In Hochhäusern und großen Gebäuden sind sie unverzichtbar.

Typen von Steigleitungen

Typ Beschreibung Einsatz

Nasse Steigleitung Dauerhaft mit Wasser gefüllt; sofort einsaHtzobcehrheäituser, Kaufhäuser; sofortige Entnahme Trockene Steigleitung Leer; wird von der Feuerwehr über FWE Meiinttgeelhsopheeis Gt ebäude; Feuerwehr speist ein Nass/Trocken-SteigleituKnogmbination; wird bei Bedarf nass geschFalletextibel; beide Szenarien möglich Wandhydranten Wandhydranten sind die Entnahmestellen an Steigleitungen. Die DIN unterscheidet:

  • Typ F (formstabil): Halbstarre, formstabile Schlauchleitung; immer einsatzbereit auch für Laien; üblicher Standard in öffentlich zugänglichen Gebäuden
  • Typ S (Flachschlauch): Aufgerollter Flachschlauch; muss vor Nutzung komplett ausgerollt werden; für

Fachpersonal (Feuerwehr)

Feuerwehr-Einspeisung (FWE)

Die FWE ermöglicht der Feuerwehr, eine trockene Steigleitung mit Löschwasser zu versorgen. Typischerweise befindet sich die FWE im Erdgeschoss oder am Gebäudeeingang, gut sichtbar und erreichbar. Die Einspeisung erfolgt über B-Schlauch aus der Feuerwehrkupplung.

  • Druckbereich beim Einspeisen: 4–8 bar (je nach Anlage und Höhe)
  • FWE immer vor Entnahme aus Steigleitung aktivieren
  • Rückschlagventil in der FWE verhindert Rückfluss ins Leitungsnetz

Einsatztaktik

  • Lage der Steigleitung und FWE aus Feuerwehrplan entnehmen
  • FWE sofort nach Eintreffen besetzen und einspeisen
  • Entnahmehahn im betroffenen Stockwerk öffnen – Leitung mit Wasser füllen
  • Wandhydrant Typ S: Schlauch vollständig auslegen vor Wasserabgabe
  • Angriffstrupp verbindet eigenes C-Rohr mit Wandhydrantenkupplung
  • Wasserabgabe nur auf Befehl des Einheitsführers
Praxistipp: In Hochhäusern ab dem 4. OG ist das Legen einer C-Leitung vom Fahrzeug bis zum Brandort kaum praktikabel. Die Steigleitung ist hier das einzige realistische Löschangriffsmittel. Feuerwehrpläne müssen FWE und Steigleitungsstandorte klar ausweisen.

Rechtsgrundlagen

  • DIN 14462 – Wandhydrantenanlagen und Löschwasseranlagen
  • DIN 14461 – Feuerlöschanlagen; Steigleitungen
  • Landesbauordnungen (LBO) – Pflicht zur Steigleitung in bestimmten Gebäuden
  • Technische Anschlussbedingungen der örtlichen Feuerwehr

Häufige Fehler

  • FWE nicht eingespeist – Steigleitung bleibt ohne Druck
  • Wandhydrant Typ S nicht vollständig ausgerollt – Schlauch platzt unter Druck
  • FWE-Standort nicht bekannt – wertvolle Zeit verloren
  • Feuerwehrplan nicht genutzt oder nicht vorhanden

Quellenangaben

Dazu befinden sich keine eindeutigen Informationen in den bereitgestellten FwDV-Unterlagen.

Ergänzt durch allgemeine Ausbildungsinhalte und Fachwissen (Steigleitungen, Wandhydranten, FWE, DIN 14462).