Grundlagen

[Ergänzt durch allgemeine Ausbildungsinhalte:] Die Personensuche ist eine vielfältige Einsatzlage: vermisstes Kind, orientierungslose Demenzerkrankte, vermisste Person nach Suizidankündigung, Vermisste nach Naturkatastrophe. Jede dieser Lagen erfordert angepasste Suchtaktik, klare Führungsstruktur und enge Zusammenarbeit mit Polizei, Rettungsdienst und Suchhunden. Erstmaßnahmen

  • Sofort: Lageerfassung. Wo wurde die Person zuletzt gesehen? Wann? In welcher Verfassung?
  • Beschreibung der Person: Alter, Kleidung, Besonderheiten, Gesundheitszustand
  • Suchgebiet eingrenzen: Letzte bekannte Position, Bewegungsmuster, Gewässer, Gleise
  • Führungsstelle einrichten: Karte, Suchprotokolle, Funkverbindung
  • Zusammenarbeit mit Polizei – Einsatzleitung klären
  • Suchhundestaffel alarmieren

Suchtaktiken Liniensuche Trupps suchen in Linie, in gleichmäßigem Abstand. Geeignet für flaches, offenes Gelände. Systematisch, vollständige Flächenabdeckung. Streifensuche Trupps suchen parallel in Streifen. Für Wald, Wiesen, Ackerflächen. Abstand je nach Sichtbarkeit (5–20 m). Rastersuche Gebiet wird in Planquadrate eingeteilt. Jedes Quadrat wird von einem Trupp systematisch abgesucht. Für unübersichtliches oder weitläufiges Gelände. Suchhundeeinsatz Suchhunde (Flächen-, Mantrailer-, Trümmerhunde) erhöhen die Sucheffizienz erheblich. Suchhunde nicht in bereits abgesuchten Bereichen belasten.

Sicherheitsmaßnahmen

  • Trupps immer zu mindestens 2 Personen
  • Suchbereiche nahe Gewässer und Gleisanlagen besonders sichern
  • Eigensicherung im Dunkel: Stirnleuchte, Reflexweste
  • Regelmäßige Statusmeldungen an Führungsstelle
  • Suchtrupps dürfen Suchgebiet nicht eigenständig verlassen oder erweitern

Kommunikation

  • Führungsstelle koordiniert alle Suchtrupps über Funk
  • Suchprotokoll: welcher Trupp, welches Gebiet, welche Zeit, Ergebnis
  • Leitstelle hält Kontakt zur Polizei
  • Fund sofort melden – Fundort sichern, nicht bewegen

Häufige Fehler

  • Suchgebiet nicht eingegrenzt – ineffiziente Flächendeckung
  • Kein Suchprotokoll – bereits abgesuchte Bereiche werden doppelt abgesucht
  • Trupps verlieren Funkkontakt
  • Suchhunde zu früh in Bereich mit vielen Menschen – Duftspur verwirrt

Quellenangaben

Dazu befinden sich keine eindeutigen Informationen in den bereitgestellten FwDV-Unterlagen.

Ergänzt durch allgemeine Ausbildungsinhalte und Fachwissen (Suchtechnik, Führungsstruktur).